Baukrise statt Bauboom: Wie der Stillstand am Bau den Immobilienmarkt neu sortiert
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Steigende Baukosten, fehlende Fachkräfte und hohe Zinsen sorgen dafür, dass vielerorts keine neuen Wohnhäuser mehr entstehen. Der Neubau-Stillstand verändert nicht nur das Stadtbild, sondern verschiebt auch die Dynamik auf dem Immobilienmarkt. Für Eigentümer von Bestandsimmobilien eröffnen sich dadurch neue Verkaufschancen.
Herausforderungen beim Bauen und zögerliche Investoren
Der Wohnraumbedarf bleibt hoch, besonders in urbanen Zentren wie Freiburg und den umliegenden Regionen. Doch Bauwillige stehen vor finanziellen Hürden: Die Kosten für Materialien und Handwerksleistungen sind gestiegen, ebenso wie die Zinsen für Baufinanzierungen. Dies führt dazu, dass viele Bauvorhaben verschoben oder ganz aufgegeben werden.
„Selbst wenn erste Prognosen für 2025 eine leichte Verbesserung bei den Baugenehmigungen, insbesondere im Bereich der Einfamilienhäuser, nahelegen, bleibt der Neubau weit hinter dem Ziel von 400.000 neuen Wohneinheiten pro Jahr zurück“, erklärt Erik Beudeker, Geschäftsführer der Beudeker Immobilien GmbH. „Die Baubranche spricht von einer anhaltenden Stagnation, und einige Experten sehen darin sogar eine strukturelle Krise.“
Bestandsimmobilien gewinnen an Bedeutung
Die unmittelbare Konsequenz: Das Angebot an neuen Immobilien schrumpft, was den bereits angespannten Markt weiter belastet. Viele, die ursprünglich auf Neubauten setzten, richten nun ihr Interesse verstärkt auf bestehende Immobilien. Dadurch rücken Bestandsobjekte vermehrt in den Fokus der Käufer.
Diese Entwicklung beeinflusst die Preisgestaltung. Während in den letzten Monaten vielerorts eine Stabilisierung oder sogar ein leichter Preisrückgang zu beobachten war, zeigt sich bei gut erhaltenen Bestandsimmobilien in bestimmten Lagen eine gegenläufige Tendenz. „In einigen Bereichen kehren die Preise wieder zu einem Aufwärtstrend zurück“, so Beudeker.
Warum Eigentümer jetzt profitieren können
Für Besitzer von Bestandsimmobilien eröffnen sich in dieser Situation neue Chancen. In einem Markt mit weniger Neubauten werden bestehende Objekte attraktiver, insbesondere wenn sie gut gepflegt und sofort bezugsbereit sind.
„Verkäufer können davon profitieren, dass ihre Immobilien aktuell an Bedeutung gewinnen“, betont Beudeker. „Besonders Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Wohnungen in gefragten Stadtteilen können wieder stärker nachgefragt werden. Entscheidend ist jedoch, realistische Preisvorstellungen zu haben und den Markt sorgfältig zu analysieren.“
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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