Altersgerecht umbauen: Zuschuss- und Fördermöglichkeiten

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Dieser Beitrag wurde am 7. September 2023 veröffentlicht und könnte veraltete Informationen enthalten.
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Viele Menschen träumen davon, auch noch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Doch wenn die Treppen gefühlt immer höher und steiler oder die Pflege von Haus und Garten immer belastender wird, stellt sich vielen Eigentümern die Frage, ob die eigene Immobilie noch zu ihren Bedürfnissen passt. Ein altersgerechter Umbau kann hier Abhilfe schaffen. Im Jahr 2024 wurden die Mittel für das KfW-Programm verdoppelt. Für 2025 wurde es jedoch nicht weiter verlängert. Dafür sind zinsgünstige Kredite möglich.

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Ältere Frau im Rollstuhl blickt aus einem großen Fenster in einer hellen, barrierefreien Wohnung – Symbolbild für altersgerechtes Wohnen, Barrierefreiheit und selbstbestimmtes Leben im Alter.

 

Barrierefreier Umbau: keine Förderung durch die KfW

Die Anpassung der Wohnsituation an die Bedürfnisse im Alter ist oft mit hohen Kosten verbunden. Durch die Coronapandemie, Inflation, gestiegene Zinsen und Fachkräftemangel sind die Material- und Baukosten stark gestiegen. Für viele war eine Anpassung der Förderung längst überfällig, die 2024 erfolgte. Da das Programm 455-B-Zuschuss Anfang 2025 eingestellt wurde, stehen nun nur noch zinsgünstige Kredite der KfW zur Verfügung.

Kleiner Rückblick: Die Mittel der Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Barrierereduzierung wurden 2024 auf 150 Millionen Euro verdoppelt. Das Förderprogramm startete im Juli 2022 und die 75 Millionen Euro Fördergeld waren bereits im August 2022 ausgeschöpft. Die Verdoppelung der Mittel sollte es mehr Eigentümern ermöglichen, ihre Wohnungen und Häuser altersgerecht umzubauen. Laut Haushaltsentwurf wurde jedoch die Zuteilung der Mittel 2025 nicht verlängert, sodass keine Anträge mehr möglich sind.

Altersgerecht umbauen mit Zuschuss: was wird gefördert?

Förderfähig sind Maßnahmen, die Barrieren in der Immobilie verringern. Dazu gehören beispielsweise der Umbau des Duschbereichs mit Schwelle zu einer bodengleichen Dusche, der Einbau eines Klappsitzes in die Dusche sowie die Verbreiterung von Wegen oder die Reduzierung von Stufen außerhalb des Gebäudes. Derartige Einzelmaßnahmen fördert die KfW nicht mehr, bietet jedoch zinsgünstige Darlehen an.

KfW-Förderung und zinsgünstige Darlehen: barrierefreies Bad

Besonders im Badezimmer ist der Bedarf an barrierefreien Förderungen und Lösungen groß, da Stürze hier besonders häufig und gefährlich sind. Da es die KfW-Förderung nicht mehr gibt, unterstützen die zinsgünstigen Darlehen beim Umbau von Badezimmern. Zu den möglichen Maßnahmen gehören:

  • Bodengleiche Dusche: Der Umbau einer Dusche mit Schwelle zu einer bodengleichen Dusche ist eine der wichtigsten Maßnahmen. Dies erleichtert den Einstieg und reduziert die Sturzgefahr erheblich.
  • Klappsitze und Haltegriffe: Der Einbau von Klappsitzen in der Dusche und Haltegriffen an den Wänden sorgt für zusätzliche Sicherheit und Komfort.
  • Rutschfeste Böden: Das Verlegen rutschfester Bodenbeläge im gesamten Badbereich minimiert die Unfallgefahr.
  • Erhöhte Toiletten: Der Einbau von erhöhten Toilettensitzen erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen, was besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wichtig ist.

Diese Maßnahmen können nicht nur die Sicherheit im Bad erhöhen, sondern auch die Selbstständigkeit der Eigentümer bewahren und die Notwendigkeit externer Hilfe reduzieren.

Altersgerecht umbauen: Zuschüsse und weitere Förderprogramme für den altersgerechten Umbau

Neben der KfW-Förderung bzw. dem zinsgünstigen Darlehen gibt es weitere Programme, die beim altersgerechten Umbauen einen Zuschuss bieten:

Altersgerecht umbauen mit Zuschuss der Pflegekasse

Pflegebedürftige Menschen mit anerkanntem Pflegegrad können von ihrer Pflegekasse beim altersgerechten Umbauen Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen erhalten. Diese Zuschüsse betragen bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige in einem Haushalt, können die Zuschüsse kombiniert werden und bis zu 16.720 Euro betragen.

Altersgerecht umbauen mit Zuschuss der Länder und Kommunen

Auch auf Landes- und Kommunalebene gibt es Förderprogramme. Diese Programme unterscheiden sich je nach Region und umfassen oft Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen für altersgerechte Umbauten. Es lohnt sich, bei der örtlichen Verwaltung oder den zuständigen Landesbehörden nach spezifischen Programmen zu fragen.

Altersgerecht umbauen mit Zuschüssen von Stiftungen und Wohlfahrtsverbänden

Verschiedene Stiftungen und Wohlfahrtsverbände unterstützen ebenfalls altersgerechte Umbauten. Diese Organisationen bieten häufig sowohl finanzielle Unterstützung als auch praktische Hilfe bei der Planung und Durchführung von Umbaumaßnahmen. Beispiele hierfür sind die Deutsche Stiftung Denkmalschutz oder die Aktion Mensch.

Lohnt sich das altersgerechte Umbauen mit Zuschuss?

Eine pauschale Antwort lässt sich darauf nicht geben. Wie so oft, kommt es darauf an. Wichtig ist zunächst, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Lassen Sie sich von einem Experten für altersgerechten Umbau beraten, welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind. Der Experte weiß auch, welche Kosten auf Sie zukommen, was gefördert werden kann und welche Stellen zuständig sind.

Ein barrierefreier Umbau kann auch den Wert Ihrer Immobilie erhöhen. Ein erfahrener lokaler Qualitätsmakler kann Ihnen sagen, welche Maßnahmen sich wie auf den Immobilienwert auswirken. Darüber hinaus bedeutet ein barrierefreies Zuhause weniger Probleme und Einschränkungen im Alter, was die Lebensqualität erheblich steigern kann.

Vorteile des barrierefreien Umbaus

  • Erhöhte Lebensqualität: Ein barrierefreies Zuhause ermöglicht es älteren Menschen, länger selbstständig zu leben, was ihre Lebensqualität und Unabhängigkeit erhöht.
  • Wertsteigerung der Immobilie: Barrierefreie Immobilien sind zunehmend gefragt und können einen höheren Wiederverkaufswert erzielen.
  • Sicherheitsaspekte: Durch den Umbau können viele Unfallrisiken, insbesondere Stürze, reduziert werden.
  • Zukunftssicherheit: Ein altersgerechter Umbau macht die Immobilie zukunftssicher und bereitet sie auf eventuelle gesundheitliche Einschränkungen vor.

Tipps für das altersgerechte Umbauen mit Zuschuss

  1. Frühzeitige Planung: Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung und ziehen Sie Experten hinzu, um die notwendigen Maßnahmen zu identifizieren.
  2. Fördermöglichkeiten nutzen: Informieren Sie sich über die verschiedenen Förderprogramme und nutzen Sie die verfügbaren Zuschüsse, um die Kosten zu senken.
  3. Professionelle Beratung: Ein qualifizierter Makler oder Berater kann Ihnen helfen, den Wertzuwachs Ihrer Immobilie durch den Umbau einzuschätzen und die besten Maßnahmen auszuwählen.

Das altersgerechte Umbauen mit Zuschuss kann die Lebensqualität im Alter erheblich verbessern und gleichzeitig den Wert Ihrer Immobilie steigern. Durch die Verdoppelung der KfW-Fördermittel wurde der Umbau für viele Eigentümer 2024 finanziell attraktiver. Schade ist es, dass im aktuellen Haushaltsentwurf keine Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Es lohnt sich aber dennoch, frühzeitig mit der Planung zu beginnen und sich über alle anderen möglichen Fördermöglichkeiten zu informieren und diese zu nutzen. Lassen Sie sich von einem Experten wie dem Immobilienmakler für Freiburg und Region beraten, um die besten Lösungen für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.

Für weitere Fragen zum altersgerechten Umbauen sowie einem etwaigen Zuschuss dürfen Sie gerne jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen.

 

Foto: © yupiramos/Depositphotos.com

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