Heizungsgesetz 2024: Was Immobilienbesitzer wissen müssen

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Dieser Beitrag wurde am 26. Oktober 2023 veröffentlicht und könnte veraltete Informationen enthalten.
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Mit dem neuen Heizungsgesetz, das am 01. Januarab 2024 in Kraft trattritt, kamenommen auf Immobilienbesitzer signifikante Änderungen zu. Ziel des Gesetzes ist es, den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern und somit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In diesem Beitrag möchten wir als Ihr zuverlässiger Immobilienmakler in Freiburg und Umgebung die wichtigsten Aspekte des Heizungsgesetzes 2024 erläutern und aufzeigen, welche Auswirkungen diese Neuerungen auf Immobilienbesitzer haben.

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Überblick über das neue Heizungsgesetz 2024

Das im Jahr 2024 in Kraft tretende Heizungsgesetz, offiziell als Teil des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bekannt, markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der deutschen Energiepolitik und dessen Auswirkungen auf Immobilien. Kernstück dieser gesetzlichen Neuregelung ist die ambitionierte Vorgabe, dass ab dem besagten Jahr jede Neuinstallation von Heizsystemen in deutschen Immobilien zu einem signifikanten Anteil – konkret zu mindestens 65 Prozent – auf erneuerbare Energien zurückgreifen muss. Diese Vorgabe betrifft nicht nur den Neubausektor, in dem fortan umweltschonendere Energiequellen wie Solarthermie, Biomasse oder Erd- und Luftwärmepumpen zum Standard werden sollen. Auch im Bestandsbau zwingt das Gesetz Eigentümer dazu, bei anstehenden Erneuerungen oder Austauschen alter Heizsysteme den Blick in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu lenken. Allerdings ist das erst relevant, wenn in der jeweiligen Kommune eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. In Städten über 100.000 Einwohnern ist das spätestens ab Mitte 2026 der Fall. Kleinere Gemeinden habe bis Mitte 2028 Zeit.

Das Gesetz bildet damit einen zentralen Baustein in Deutschlands Bestreben, die klimapolitischen Ziele zu erreichen und den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren. Es berücksichtigt dabei sowohl die Notwendigkeit, langfristig unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden, als auch das wachsende Bewusstsein in der Bevölkerung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch die Implementierung dieses Gesetzes werden Immobilienbesitzer aktiv in die Verantwortung genommen, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen, was langfristig nicht nur der Umwelt zugutekommt. Auch den Immobilienwert und die Attraktivität der Objekte auf dem Markt lässt es steigern. Für 2025 plant die Bundesregierung außerdem eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes, um es technologieoffener und einfacher zu gestalten.

Wesentliche Anforderungen des Heizungsgesetzes 2024

  • Einsatz erneuerbarer Energien: Seit 2024 müssen neu eingebaute Heizsysteme zu mindestens 65% durch erneuerbare Energien betrieben werden. Dies kann beispielsweise durch den Einbau von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen erreicht werden.
  • Sanierungspflicht für Bestandsgebäude: Eigentümer von Bestandsgebäuden sind nach dem Heizungsgesetz 2024 verpflichtet, ihre Heizsysteme bei einem Austausch entsprechend den neuen Vorgaben umzurüsten. Dabei wird ein schrittweiser Übergang ermöglicht, um den finanziellen und technischen Aufwand zu verteilen.
  • Fördermöglichkeiten: Um die Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme zu unterstützen, sieht das Gesetz verschiedene Förderprogramme vor. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse von bis zu 70% möglich – abhängig von der gewählten Technik, der Haushaltgröße und der Bonuskomponenten wie Energieeffizienz- und Einkommensbonus. Diese sollen die finanzielle Belastung für Immobilienbesitzer beim Heizungstausch oder bei der Sanierung verringern.

Heizungsgesetz 2024: Auswirkungen auf Immobilienbesitzer

Das Heizungsgesetz 2024 führt zu einer Reihe von Konsequenzen für Immobilienbesitzer, die bei der Planung zukünftiger Maßnahmen berücksichtigt werden müssen:

  • Investitionsbedarf: Die Umstellung auf ein Heizsystem, das den neuen Anforderungen entspricht, erfordert in vielen Fällen eine Anfangsinvestition. Allerdings können durch die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel die Kosten reduziert werden.
  • Wertsteigerung der Immobilie: Eine Modernisierung des Heizsystems kann zu einer Wertsteigerung der Immobilie führen. Effiziente und umweltfreundliche Heiztechnologien machen das Objekt attraktiver für potenzielle Käufer oder Mieter.
  • Energiekosteneinsparung: Langfristig können durch den Einsatz erneuerbarer Energien die Energiekosten gesenkt werden. Dies trägt zum Umweltschutz bei und verbessert auch die Energiebilanz der Immobilie.

Die Bedeutung der Energieeffizienzklasse unter dem Heizungsgesetz 2024

Das Heizungsgesetz 2024 bringt Verpflichtungen für die Nutzung erneuerbarer Energien mit sich, wirft aber auch gleichzeitig ein starkes Licht auf die Energieeffizienz von Heizsystemen. Unter diesem Gesetz wird die Energieeffizienzklasse von Heizsystemen eine zentrale Rolle spielen, vergleichbar mit der Energieeffizienzklasse, die wir bereits von Haushaltsgeräten kennen. Für Immobilienbesitzer bedeutet dies, dass sie sich intensiv mit der Effizienz der Heiztechnologien auseinandersetzen müssen, die sie in ihren Immobilien einsetzen möchten.

Die Energieeffizienzklasse gibt Aufschluss darüber, wie effizient ein Heizsystem die ihm zugeführte Energie in Wärme umwandelt. Systeme mit einer hohen Energieeffizienzklasse verbrauchen weniger Energie und reduzieren die Betriebskosten sowie CO2-Emissionen. Im Kontext des Heizungsgesetzes 2024 ist dies besonders relevant, da die Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien Hand in Hand mit der Steigerung der Energieeffizienz geht.

Für Immobilienbesitzer bedeutet die Einführung des Heizungsgesetzes 2024, dass sie beim Kauf neuer Heizsysteme auf die Integration erneuerbarer Energien achten und die Energieeffizienzklasse berücksichtigen müssen. Investitionen in hocheffiziente Systeme können langfristig erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten bedeuten und tragen gleichzeitig zum Umweltschutz bei. Darüber hinaus könnten zukünftige Regelungen und Förderprogramme spezifisch an die Energieeffizienzklasse geknüpft werden, was den finanziellen Anreiz für die Wahl effizienterer Systeme weiter erhöht.

Heizungsgesetz 2024: Empfehlungen für Immobilienbesitzer

Um sich optimal auf das Heizungsgesetz 2024 vorzubereiten, empfehlen wir Immobilienbesitzern folgende Maßnahmen:

  • Frühzeitige Planung: Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung des Heizungstauschs, um von Förderprogrammen zu profitieren und Engpässe bei Fachfirmen zu vermeiden.
  • Beratung in Anspruch nehmen: Eine professionelle Energieberatung kann individuell die besten Optionen für Ihr Gebäude aufzeigen und bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützen.
  • Nachhaltigkeit als Chance begreifen: Die Umstellung auf ein nachhaltiges Heizsystem sollte nicht nur als gesetzliche Pflicht, sondern als Chance zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Wertsteigerung Ihrer Immobilie gesehen werden.

Lassen Sie sich jetzt zum neuen Heizungsgesetz beraten

Das Heizungsgesetz 2024 setzt wichtige Impulse für den Klimaschutz und fordert Immobilienbesitzer auf, in nachhaltige Heiztechnologien zu investieren. Durch eine frühzeitige Planung und die Nutzung von Fördermöglichkeiten können die Herausforderungen gemeistert und die Immobilie zukunftsfähig gemacht werden. Als Ihr Immobilienmakler in Bad Krozingen und Umgebung stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite, um die Umsetzung des Heizungsgesetzes 2024 für Ihre Immobilie optimal zu gestalten.

Bei weiteren Fragen dürfen Sie gerne jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen.

Foto: © nikkytok/Depositphotos.com

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